1950 - 1959

Hannover Messe 1958
Hannover Messe 1958

Wachstum durch Kundennähe

 

In den frühen fünfziger Jahren begann Arnold Jäger sen. Niederlassungen in Hamburg, Siegen, Neuss und Stuttgart zu gründen und nutzte so die örtliche Nähe zum Kunden als Wettbewerbsvorteil. Arnold Jäger sen. verstand es, sich von der örtlichen Konkurrenz durch Spezialisierung und besondere Leistungen abzuheben.

 

Das Vertrauen in die eigene Leistung und das Bestreben Arnold Jäger jun., auch schwierige technische Probleme individuell zu lösen, machten Gummi-Jäger bald zu einem Inbegriff für Qualität und Fachkompetenz.

 

Vater und Sohn erkannten auch, wie wichtig die Präsenz ihres Unternehmens auf Messen war. Wichtig, weil hier Kontakte geknüpft und das Jäger-Leistungs-Spektrum einem großen Fachpublikum präsentiert werden konnte. Bis heute sind die Firmen der Jäger Gruppe Aussteller auf der Hannover-Messe und vielen Fachmessen in Europa, den USA und China.

Prädifa-Jäger
Prädifa-Jäger

Technische Leistung in Gummi und Kunststoff

 

Arnold Jäger sen. war ein Unternehmer, der stets weit vorausschauend seine Entscheidungen auf die zukunftsweisenden Marktbedürfnisse abstimmte. Zusammen mit seinem Sohn war er sich über die Bedeutung eines breiteren, über Gummiartikel hinausgehenden Produktangebots bewusst. So war es selbstverständlich, dass Gummi-Jäger auch Kunststoffe in sein Leistungs-Spektrum integrierte.

 

Angeregt durch Anwendungen aus der Bergwerksindustrie wird 1956 in der Nähe von Stuttgart ein Spezialunternehmen zur Herstellung von Hydraulik- und Pneumatik-Dichtungen gegründet, die Prädifa Jäger KG. Dies war der erste Schritt, die erfolgreichen Handelsaktivitäten durch Eigenproduktion zu ergänzen. Die Prädifa entwickelte sich aufgrund der Materialkompetenz und Präzisions-Fertigung schnell zu einem der führenden Hydraulik-Spezialisten in Europa. Um der Prädifa weitere Wachstumschancen zu ermöglichen, wurde sie 1978 an die weltweit tätige Parker-Hannifin Corporation verkauft und ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Europa-Aktivitäten des US-Konzerns.

Stabsiebbänder
Stabsiebbänder

Entwicklung eigener Produktfamilien

 

Ab 1956 entwickelt Arnold Jäger jun. für die damals in der Region Celle/Hannover ansässige Erdöl-Industrie spezielle Höchstdruck-Spülbohrschläuche und Gummi-Formteile für Pumpen und Bohrzubehör. In diesem Marktsegment ist Jäger bis heute international mit Statoren und Rotoren für Bohrloch-Ölpumpen und Tiefbohrantriebe vertreten.

 

1959 beginnt Arnold Jäger jun. mit der Produktion von Siebstabbändern für Kartoffelroder und verbessert damit entscheidend das Ernteverfahren. Die Basis ist eine von ihm maßgeblich mitentwickelte Gummi-Gewebe-Konstruktion, der „Jäger-Landmaschinenriemen“. Permanente Weiterentwicklungen und Patente legen die Grundlage für weitere Fertigungsbetriebe in Deutschland, den Niederlanden und den USA.